Jetzt wäre das Ice Rock 2020

 
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Jetzt wäre Ice Rock und wir wären zum siebten mal, zu der insgesamt 19ten Ausgabe in den Wasen gefahren. Doch wie schon im Sommer beim Greenfield, hatte das Corona-Virus oder genauer gesagt die Regierung mit ihren Verboten etwas dagegen das wir  zu den Shows von Pink Cream 69, Mad Max, Brainstorm und  Mystic Prophecy abfeiern konnten. Um die Wehmut über die entgangene Party etwas abzufedern haben wir in unserem Archiv gestöbert und die besten Bilder und Stories ausgegraben.

Die Open Air Organisatoren behaupten gerne dass sie ein Festival von Fans für Fans sind. Im Fall der Ice Rock Crew um „El Presidente“ Fridu Gerber und Marco Forster stimmt das aber. Moderate Preise für Tickets, Food und Beverages gepaart mit Herzblut und Leidenschaft für die Sache zeichnet dieses Festival aus. Weiter zum Erfolgsgeheimnis gehört die ausserordentliche Lokalität, ein leergeräumter Wagenschopf umfunktioniert zur Konzertlokalität.

Auch immer wieder erstaunlich welche Bands die Macher engagieren können. Zum Beispiel Grand Magus, Gus G dem ehemaligen Ozzy Osbuorne Gitarristen bei dem Denis Ward am Mikrophon und Felix Bohnke von Avantasia und Edguy an den Drums war. Oder The Night Flight Orchestra mit Mitgliedern von Arch Enemy und Soilwork. Ebenfalls erwähnenswert Almanac das Bandprojekt des ehemaligen Rage Gitarristen Victor Smolski. Bei ihm wirbelte David Readman von Pink Cream 69 die Texte durch den ICE Rock Schober. Auch Serenity, Victory, Kissin Dynamite und Morgana Lefay standen schon auf den Ice Rock Bretter um noch weitere bekannte Namen zu nennen. Nicht zu vergessen natürlich Threshold, die Progessive Metal Ikonen mit dem damaligen Sänger Damian Wilson der während des Gigs Stagediving machte, sich via Händemeer der Zuschauer in den Hot Pot transportieren liess und klatschnass im Hot Pot den Song zu Ende sang. Eben dieser Hot Pot ist für alle zugänglich und wird auch immer wieder je nach Temperaturen benutzt. Dem Engländer gefiel dies so gut dass er sich ein Jahr später selber einlud und als Dank ein halbstündiges Akustikset zum besten gab. Standesgemäss mit Barhocker, gefüllter Teetasse darauf und die Milch für den Tee musste er beim benachbarten Bauer selber melken. Diese Anekdote illustriert bestens die Einzigartigkeit dieses Festivals. Oder 2017 als es so kalt war (bis zu minus 20 Grad) dass sogar das Bier erwärmt werden musste das es nicht einfror. 

Wegen all diesen Erinnerungen sind wir jetzt ein Bisschen wehmütig und hoffen dass dieser verdammte Virus endlich besiegt werden kann und wir 2022 wieder lauten Tönen im ICE Rock Schober lauschen können und auf die obligate Frage von Fridu Gerber:“Isch das öppis gsi?“ lauthals „Sensationell“ schreien können!