Konzertberichte 2017

Testament

Annihilator, Death Angel

                                  

Nordamerikanisches Trash Trio Donnerwetter zum ersten Advent

Beim betreten des Fri-Son lag ein lieblich süsser Duft in der Luft. Beim zweiten einatmen stellte sich aber heraus dass es nicht der Geschmack von Zimt-Güezi oder Glühwein war mit dem vorweihnächtliches Ambiente in der Konzerthalle verbreitet werden sollte sondern der Geruch von Cannabis. Tja das ist gelebte welsche Lockerheit, dass trotz Rauchverbot in öffentlichen Räumen verbotene Substanzen verdampft werden.

 

Die entspannte Stimmung hatte auch eine positive Seite. Davon profitierte der Opening Act, die Amerikanischen Thrasher von Death Angel. Sänger Mark Osegueda und Gründungsmitglied Rob Cavestany donnerten 40 Minuten mit Ihren drei Mitmusikern zur Freude der Zuschauer unaufhörlich todesbleierne Thrash Attacken ab. Sie brachten trotz hierarchische bedingtem gedrosseltem Sound und gedämpftem Licht (So hören und sehen sich die Headliner besser an) immer wieder Circle Pits zum drehen und zum Ende der Songs ein Pommesgabelmeer ins Fri-Son. Ein genialer Opener dessen Stimmungslevel den ganzen Abend nicht mehr getoppt werden konnte.

 

Als nächstes durften Annihilator mit Frontmann und Gitarrist Jeff Waters die Halle bespielen. Trotz besserem Licht und aufgedrehterer Soundanlage konnten die Kandier nicht anknüpfen wo die Vorgänger aufgehört hatten. Ob es die komplexeren Songstrukturen waren oder das sich jetzt mehr Besucher vor die Bühne drängten kann nicht endgültig eruiert werden. Aber wilde Party ist anders. Wie zum Beispiel bei Death Angel. Nach 40 Minuten machten dann auch die Ahornblätter Feierabend und die Bühne wurde für den Headliner breit gemacht.

 

Was schon bei den Vorbands auf Grund der knappen Platzverhältnisse vermutet wurde konkretisierte sich während der Umbaupause. Testament stellten ein Schlagzeugpodest auf die Bühne dass beinahe majestätische Ausmasse hatte. Über die ganze Bühnenbreite ersteckte sich der 1.5 Meter hohe Aufbau mit zwei Treppen links und rechts plus Plateaus neben den Drums der den Gitarristen genügend Platz zum Posen bot. Gemäss Running Order legten Sänger Chuck Billy und Gitarrist Alex Skolnick genau um 21.30 Uhr los. Unterstütz durch Eric Peterson  an der zweiten Gitarre, Bassist Steve DiGiorgio und Drummer Gene Hoglan feuerten die aus San Francisco stammenden  Thrasher gewaltiges Riff-Gewitter ab. 90 Minuten unterhielten Chuck Billy und Konsorten das frankophone Publikum gefällig. Lichtblick der Show war Gitarrist Alex Skolnick mit seinen Minuten langen und virtuosen Solis.

 

Testament komplettierten das nordamerikanische (Zweimal USA, einmal Kanada) Thrash Trio Donnerwetter zum ersten Advent. Die Darbietungen waren gefällig und professionell, nicht mehr aber auch nicht weniger.

P.S. Ein Dankeschön an Artnoir für die Freikarten.

Website: Testament

Website: Annihilator

               Death Angel

Die Bilder

Datum:                02. Dezember 2017

 

Lokalität:             FriSon Fribourg

Einttritspreis:       Fr. 44.00

 

Spieldauer:         90 Minuten