Konzertberichte 2017

Zeal & Ardor

Combineharvester, Unhold

                                  

Dreistimmiges Yin und Yang

der Metal Szene

Manuel Gagneux ist der Shooting Star der Schweizer Metal Szene und zählt mit seinem Projekt Zeal & Ardor zum heissesten Musik Export Artikel der Schweiz. Selbstverständlich nutzten wir die Gelegenheit bei Ihrem Konzert im Dachstock der Berner Reitschule uns ein Bild zu machen warum dass so ist.

 

Eröffnet wurde der Abend durch die Basler Psychedelic Rocker Combineharvester. Sphärisch, schwer war ihr Sound. Das Berner Publikum konnte sich nur bedingt amüsieren ob dem bleischweren Soundteppich oder war es dass die meisten auf Zeal & Ardor warteten.

 

Anyway auch wir waren da um zuhören wie gut sich Gospel und Black Metal vermischen lassen und wie das ganze Live wirkt.

 

Switch, 2015 verliess der Basler Manuel Gagneux die Heimat um in den USA sein Geld als Musiker zu verdienen. Der Sohn eines Perkussionisten der unteranderem bei „Picason“ und „Grand Mother’s Funck“ spielte und einer amerikanischen Jazz Sängerin war mit seinem Vorhaben wenig erfolgreich so dass er

gezwungenermassen als Tontechniker in einer Blues Bar arbeiten musste. Eines Tages hatte er die

Idee auf der Musikplattform „4chan“ einen Aufruf zu starten welche Musikstile er mischen sollte. Die

Antwort war derb „Nigger Music“ (Gospel) und Black Metal. Also machte er sich an die Arbeit und lud

das Ergebniss postwendend auf der Internet Music Plattform „Bandcamp“ hoch. Das Echo war über-

raschend gab es doch durchwegs positive Resonanzen. Damit war das Phänomen „Black Black Metal“

geboren aber noch nicht am laufen. Dies besorgte die einflussreiche Musikjournalistin Kim Kelly mit

den Worten “Ernsthaft hört euch dass an“. Daraufhin nahm die Erfolgsgeschichte rasant Ihren lauf.

Es folgten Engagements in Amerika (Los Angeles, Las Vegas, Chicago, Brooklyn) und kreuz und quer

durch Europa von Paris über London bis Katowitze. Nun führte die 44 !!!! Daten umfassende „Devil

Is Fine“ Tour in die Heimat. 50 Minuten dauerte die Show der sechsköpfigen Z&A Formation. Master-

mind Gagneux stand behängt mit einer Gitarre und den zwei Sängern Mark Obrist und Denis Wagner

in der Mitte der Bühne um gekonnt dreistimmig den leidenden Gospelgesang zu zelebrieren. Aber auch sekundenbruchteile später in wütende Black Metal Scream, getragen von Wucht der Bassistin Rafaela Dieu, des Drummers Marco von Allmen und des Gitarristen Tiziano Volante zu wechseln. Den Besuchern gefiel die perfekte Symbiose zwischen gut und böse, leiden und Wut. Es wurde zwischen den Song heftig eher schon frenetisch Beifall geklatscht und wen es die engen Platzverhältnisse vor der Bühne zu gelassen hätten wäre wohl auch gemoscht worden und Circle Pits hätten gedreht.

 

Zum Dessert gabs noch eine Ladung Postrock der Berner Lokalmatadoren Unhold. Wieder eine eindrückliche Soundwand schlug der Masse entgegen. Wobei der Gesang suboptimal war und zweitweise die Töne etwas schief klangen.

 

Abschliessend können wir sagen wir wissen jetzt warum Zeal & Ardor rund um den Globus gehypt werden und nächsten Sommer sämtliche grossen Metal Open Air’s wie Wacken, Hellfest, Graspop und das Grennfield bespielen. Gegensätze wie Yin und Yang ziehen sich an ebenso versteht es Gagneux die zwei Stilrichtungen Gospel (heilig) Black Metal (unheilig) perfekt zu verschmelzen. Gagneux’s afroamerikanisches Aussehen und sein stechender, fast schon diabolischer Blick trägt ebenso so zur Glaubwürdigkeit des Projekt Zeal und Ardor bei.

 

Wir sind gespannt auf neues Material und fragen uns wohin es Z & A getreu dem Projektnamen Zeal (Eifer) und Ardor (Ausdauer) bringen werden. Wird man Sie eines Tages mit den Grössen Young Gods und Coronor nennen die von grossen und anerkannten Musikern als Inspiration genannt werden. Zu gönnen wäre es Manuel Gagneux und seinen Musikern!

Website: Zeal & Ardor

Website: Combineharvetser

               Unhold

Die Bilder

Datum:                15. Dezember 2017

 

Lokalität:             Dachstock Reitschule Bern

Einttritspreis:       Fr. 28.00

 

Spieldauer:         55 Minuten