Konzertberichte 2018

Greenfield Festival 2018

Volbeat, The Prodigy, Limp Bizkit, Parkway Drive, Broilers, Arch Enemy, Eisbrecher und Zeal & Ardor

                                  

25 Hochzeiten, Chäs Tattoos und das majestätisches
Panorama als Teil der Greenfield Erfolgsgeschichte 2018

Zum 14ten mal wurde zu den Klängen der Alphorngruppe Jungfrau am ersten Juni Wochenende das Greenfield Festival eröffnet. Nur noch zwei Bühnen (Die Jungfrau- und Eiger Bühne als Main- und Zweitbühne) die Mönchsstage gehört der Vergangenheit an. Eine Kirche wo der Bund fürs Leben bzw. fürs Greenfield geschlossen werden konnte und wechselhaftes Wetter gehörten zu den auffälligsten Merkmalen der 2018er Ausgabe des grössten Metal Festival der Schweiz. Besucher mässig waren die Organisatoren mit gesamthaft 72000 Besucher also 24000 Metalheads pro Tag zufrieden. Wobei auffällig war dass der Platz vor der Hauptbühne am Samstag wesentlich voller war als die Tage zuvor. Was wohl am Festivalheadliner Volbeat lag der nicht nur die hartgesottenen Metaller ansprach sondern auch etliche Partywütige mobilisierte die das grossflächig beworbene Samstagseinzelticket Angebot von Fr. 120.- nutzten. Bisher waren nur Drei-Tages-Fesitval Pässe und Kombitickets  für Do. / Fr. und Fr. / Sa. im Vorverkauf zu erwerben. Waren wir doch vor dem letzten Festivaltag skeptisch ob dem relativ hohen Preis potentielle Besucher nicht von dem Gang nach Interlaken abgeschreckt würden. Aber die wesentliche höhere Zuschauerdichte am Samstagabend vor der Jungfraustage gaben den Organisatoren einmal mehr recht und trug zu einer erfolgreichen vor Jubiläumsausgabe ( Nächstes Jahr findet das GF zum 15 x statt) bei.

 

Aber was verpassten die Eintagesbesucher am Donnerstag und Freitag? Am ersten Tag sicher die immer wieder überzeugenden Engländer Burry Tomorrow um Fronter Dany Winter Bates und das überraschend wuchtige und vielgelobte Doom Metal Punk Duo Mantar um Hanno Klänhardt (Gitarre und Gesang) und Enriç Sakarya (Drums) aus Deutschland. Auf der Mainstage konnten Parkway Drive mit Ihrer opulenten Pyroshow mit meterhohen Flammen auf dem Dach der Jungfraustage und dem dazu passenden Bühnenfeuer-werk dem späteren Headliner The Prodigy allemal das  Wasser reichen. Mit allerlei Gerüstbauten auf denen sich die Bandmitglieder gekonnt in Szene setzten und auch dementsprechend ausgeleuchtet wurden boten die Australier die aufwendigste Show während des ganzen Festivals.

 

Das Highlight am zweiten Tag fand für uns nicht auf- sondern Hinter der Bühne im Backstage Bereich statt. Als

uns die von der Metalstage schon mehrfach geforderten Arch Enemy für einen kurzen Schwatz zur Verfügung

standen. Wobei sich die charmante Fontsängerin Alissa White Gluz überwältigt vom majestätischen Panorama

zeigte. Im Gegensatz zum Vortag war das Wetter am Freitag und auch am Samstag unbeständig. Sonnenschein

wechselte sich mit leichtem Regen ab. Erwähnenswert vom Freitagsprogramm sind sicher die Deutschen Punk

Rocker Broilers. Die leider immer wieder das Pech haben dass Ihre Auftritte am Greenfield von Regen begleitet

werden wie schon 2014. Aber dies hielten die Mannen und Frauen um Sänger Sammy Amara nicht davon ab

mächtig abzudrücken und sich vor Ort ein Tattoo in Form eines Käsestückes und dem Schriftzug „Chäs“ stechen

zu lassen. Auch dass eine Aktion der Organisatoren. Konnten sich doch die Musiker gratis ein Tattoo stechen

lassen.

      
Am letzten Festivaltag ragten wie erwartet die neuen Deutschen Härte Metaller Eisbrecher mit Ihrer Performance aus dem Line Up heraus. Einmal mehr überzeugte Frontmann Alex Weselsky als begnadeter Entertainer der ein wahres Feuerwerk an flotten Sprüchen über das Greenfield Publikum hinweg peitschte. Zuvor machten die Finnischen Folk Metal Metaller von Korpiklaani prächtig Stimmung. Der Rest ? Wie schon am Tag zuvor Limp Bizkit lebten auch am Samstag die Oldies von The Offspring von Ihrem Namen und Ihren Hits aus den Achtzigern. Ein Segen für die Veranstalter bekommen sie doch für einen vernünftigen Preis Namen die man als zugkräftige Acts verkaufen kann. Volbeat zeigten eine 90 Minütige souveräne Rock’n’Roll Show ohne überdurchschnittliche visuelle Höhepunkte. Im Gegensatz zu Ihrer Headliner Show letzten August im Panorama Stadion Thun, war dass Bühnendekor spartanisch. Hatten Sie doch damals Leinwände auf der Bühne wo abwechselnd Aufnahmen der Musiker und des Publikums eingespielt wurde. Auch Stahlgerüste waren in Thun präsent wo die Musiker immer wieder gekonnt posierten. Es sei halt ein Festival wo keine Zeit sei solche aufwändige Bauten in den kurzen Umbaupausen aufgestellt werden können, bekamen wir beim erwähnen dieses Kritikpunktes immer wieder zu hören. Dem sei entgegnet das es am Donnerstag den Australiern Parkway Drive möglich war.

 

Was gab’s sonst noch zur Belustigung der Festivalbesucher. Highlight war sicher der Rockstar Block wo am frühen Abend ein Wet-T-Shirt Contest durchgeführt und zu vorgerückter Stunde Pole Dance und geboten wurde. Auch zum Block gehörte eine Shisha Bar und eine Kapelle wo der Bund fürs Greenfield geschlossen werden konnte. Und es wurde geheiratet 25 x an drei Tagen. Die Ehe gilt zwar in der Schweiz nicht aber in vier amerikanischen Bundesstaaten. Für die psychisch angeschlagenen Seelen am Festival wurde zum ersten mal durch die Metalchurch ein Seelsorgedienst um den bekannten Metal Pfarrer Samuel Hug angeboten. Diese Dienstleistung wurde laut den Verantwortlichen auch mehrmals während den drei Tagen genutzt. Gut frequentier war wie jedes Jahr der Mittelaltermarkt zwischen Festivalgelände und Campingzone. Er lockte mit allerlei Attraktionen wie Livemusik, Feuerschows, Pfeilbogen schiessen, Spanferkel und leckeres Met die Greenfielder immer wieder in die Welt des Mittelalters.


Fazit einmal mehr haben die Organisatoren und der Booker des Festivals viele richtige Entscheidungen getroffen. Wie die Abschaffungen der dritten Bühne und das Engagement der immer wieder kehrenden Headliner The Prodigy und Volbeat die zum gewünschten Zuschaueraufmarsch beitrugen. Nun können wir uns wieder ein Jahr lang den Kopf zerbrechen wer den auf dem ausgetrockneten Headlinermarkt für die Jubiläumsausgabe verpflichtet wird. Wir wünschen uns Avantasia, Helloween-Pumpkin United und warum nicht Dirkschneider der ja immer noch die grossen Accept Hymnen wie „Metal Heart“ oder „Princess oft he Dawn“ spielt. Als Co- Headliner Amaranthe, wieder mal Lacuna Coil und die Schweizer All Girl Band Burnig Witches. Wir werden es diesen Herbst oder spätestens kurz vor Weihnachten zum Ende des Early Bird Ticket Angebot erfahren! Wir sind gespannt.

 

 

Website: Greenfield Festival

Website: Volbeat

               The Prodigy

               Limp Bizkit

               Parkway Drive

               Broilers

               Arch Enemy

               Eisbrecher

               Zeal & Ardor

              

Die Bilder: